Topic-icon Vorstellung und philosophische Frage

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22 Mär 2018 13:33 #1 von Patrick
Vorstellung und philosophische Frage wurde erstellt von Patrick
Hallo liebe PHC Gemeinschaft,

ich bin wirklich sehr froh um dieses Forum. Man fühlt sich so langsam wirklich etwas alleine.

Ich wohne in der Nähe von Heidelberg und habe vor rund 11 Jahren ein EFH gebaut, das auf Empfehlung des (inzwischen verschollenen) Elektrikers mit PHC ausgestattet ist. Keine super aufwändige Programmierung, aber alleine die Flexibilität ist schon ganz schön. Ich bin nicht wirklich in der IT zuhause, aber mit Basis- und Funktionsprogrammierung komme ich für die Standardfunktionen schon klar.

Gerade bin ich beim Ausbau des Kellers (als Wohnung) und habe dafür die Erweiterung des PHC und das Upgrade von V1 auf V3 eingeplant.

Das Problem: der Elektriker, der sich bei uns in der Gegend mit dem System auskennt, hat mir empfohlen, den Keller mit dem "zukunftssicheren" KNX auszustatten und irgendwann später den Rest nachzuziehen. Auch wenn ich den Rest seiner Argumente als Eigeninteresse einstufe, hat das doch einen Überlegungsprozess in meiner Rübe gestartet.

Würdet Ihr bei Euch weiter in PHC investieren? Habt Ihr schonmal überlegt, auf KNX umzusteigen? Oder ist das gar keine Frage?

Ich würde mich sehr über Eure Meinungen freuen!

Viele Grüße
Patrick

PHC STM V1 / EMD / AMD / DIM / JRM / Windsensor

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23 Mär 2018 15:32 #2 von Andreas
Andreas antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
Hallo Patrick,


wie würde sich das ganze denn Monetär darstellen?
Für die Kellerwohnung wirst Du nicht mehr als 1-2 Ausgangsmodule und 1-2 Eingangsmodule brauchen. Evtl. noch ein JRM-Modul.
Die Module bekommst Du immer mal wieder auch gebraucht auf eBay.
Die Steuerung bräuchtest Du auch nicht unbedingt ersetzen. Daher wird die PHC-Lösung recht preisgünstig sein.
Bei KNX sieht das bestimmt anders aus...

Gruß
Andreas

PHC STM V2, EMD,AMD,JRM und DIM-Module, Wind, Regen und Sonnen-Sensor, Visualisierung mit OpenHAB

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23 Mär 2018 16:31 #3 von Patrick
Patrick antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
Hallo Andreas,

vielen Dank für Deine Antwort.

Es ist schon etwas aufwändiger, da es sich um eine Souterrainwohnung handelt, d.h. 3x EMD, 2x AMD, 2x JRM, 3x DIM. Inklusive einer V3 (ab ca. 720,- €) habe ich mir etwas über 3.000 Euro Komponentenkosten ergoogelt. Bei KNX (hier inklusive der Softwarelizenz) komme ich nahezu auf die gleiche Summe (Hersteller MDT).

Auf der Ausgangsseite ist KNX erheblich günstiger. Es kommt dann darauf an, wie viele und welche Taster (= Eingangsmodule) man einsetzt. Das kann bei KNX dann teuer werden. Es gibt da aber auch schöne und hochfunktionale Sachen.

Bei der V3 reizt mich die LAN Schnittstelle und die App Bedienung, die dann ja quasi auch eine teure Fernbedienung ersetzt.

Ich wäre nie auf diese Überlegungen gekommen, wenn mir nicht der Elektriker das Gefühl gäbe, PHC sei der "Euro5 Diesel der Hausautomation". Daher würde ich gerne wissen, ob es noch andere gibt, die sich mit diesen Gedanken tragen.

Viele Grüße
Patrick

PHC STM V1 / EMD / AMD / DIM / JRM / Windsensor

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23 Mär 2018 21:12 #4 von Andreas
Andreas antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
Wow, wie groß ist denn die Wohnung und was hast Du dort vor?
Max. 48 Eingänge, 16 Ausgänge, 6 Dimmer und 8 Rolläden... ist ganz schön viel für eine Kellerwohnung.
Gerade bei den Dimmer würde ich persönlich sparen. Ich habe im ganzen Haus (Wohnung + Einliegerwohnung) nur drei dimmbare Lampen und letztendlich genutzt wird der Dimmer nur bei einer dieser Lampen - und das vielleicht 2x im Monat.
Außerdem haben heute viele LED-Leuchten eingebaute Dimmer, z.B. Touchdimmer.

Also wenn KNX kostenneutral ist, würde ich vielleicht auch eher das nehmen, da es mehr Zukunft hat.
Mit der neuen V3 Steuerung hast Du aber auch einen Mehrwert (Internet) für den Rest vom Haus. Das hättest Du bei KNX nicht.
Wobei ans Internet bekommt man eine V1 auch (z.B. über einen Raspberry Pi und OpenHAB).

Also ich will meine Steuerung über OpenHAB nicht mehr missen, und meine Frau erst Recht nicht...

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24 Mär 2018 20:03 #5 von Patrick
Patrick antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
Hm, bei den Dimmern hab ich's vielleicht wirklich übertrieben. Ein Modul sollte ich noch einsparen. Ich bin ein großer Fan von Lichtstimmung. Im restlichen Haus habe ich auch schon fünf Module im Einsatz...

Es sind tatsächlich 6 Rolläden - was auch eine Menge Eingänge frisst.

Die Nutzung wird sich zwischen Hobby, Fitness und Sauna abspielen. Also keine separate Wohneinheit, auch wenn die Ausstattung dafür vorgesehen sein wird. Und ich glaube jetzt, dass das den Ausschlag für PHC geben wird. Dann kann ich alles einheitlich steuern und brauche mir keine Gedanken um irgendwelche Signalübergaben zu machen. Wenn das noch 15 Jahre funktioniert, bin ich zufrieden. Vielleicht gibt's ja dann noch etwas feineres als KNX.

Für Pi und OpenHAB fehlen mir die IT Gene, fürchte ich.

Vielen Dank für den Austausch! Ich werde berichten wie es weiter geht.

Viele Grüße und schönen Abend,
Patrick

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26 Mär 2018 17:09 #6 von ansgar75
ansgar75 antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
Hallo Patrick,

ich sehe KNX eher im Objekt- oder gewerblichen Bereich oder allenfalls im extrem gehobenen Privatbereich. Hier wird kaum ein "normaler" User etwas selbst programmieren. Zudem muss man sich für die KNX Programmiersoftware mit einer entsprechend horrenden Gebühr samt Schulung bewerben.

Die Programmierung von PHC ist dagen aus meiner Sicht selbst für den etwas technikaffineren "Normalo" problemlos machbar. Das Programmiertool ist seit V3 wirklich nicht schlecht und für den Privatbereich definitiv ausreichend.

Ich bin vor rund 1 Jahr von der V2 Steuerung zur V3 gewechselt und möchte dies eigentlich auch nicht mehr missen. Die App ist zwar nicht perfekt, jedoch für meine Anforderungen aktuell absolut ausreichend.

Schöne Grüße
Ansgar

Peha PHC V3 seit 2017 (vorher V2) im Neubau - MCC - JRM - EMD - AMD - DIM - Module
IP-Symcon Smarthome Software auf Intel NUC mit Ubuntu 18.04LTS (Einbindung von PHC tlw. über Webinterface der V3)

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26 Mär 2018 19:42 #7 von Andreas
Andreas antwortete auf Vorstellung und philosophische Frage
So ganz kann ich Ansgar nicht beipflichten. Ich kenne einige "normale" Häuser, die KNX haben. Heute würde ich es vielleicht auch machen, aber vor 12 Jahren war es ein enormer Preisunterschied.
Ich kenne auch ein Haus, wo ein Gira HomeServer komplett durch OpenHAB mit KNX-Binding abgelöst wurde. Damit wird man von der KNX Software (preislich) unabhängig.
Bei KNX findet man viel mehr Komponenten und Betriebe, die einen darin unterstützen können - wenn man das braucht.
PHC ist sicherlich einfacher zu programmieren und die Software gibt es umsonst. Aber man ist halt auf die Module von PEHA beschränkt und wenn die irgendwann das System einstellen, gibt es nichts mehr...
Für die Heimautomatisierung ist das PHC-System okay, vor allem, wenn man als Visualisierung OpenHAB nutzt. Mit ein wenig Einarbeitung kann man das System alleine erweitern und umprogrammieren.
Was ich bei PHC vermisse ist eine bessere Jalousiensteuerung. es wäre schön zu wissen, wie der Rolladen gerade steht und wenn man ihm einfach sagen könnte "Runter auf 70%"..

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